Barriefreie Tagestour durch

Düsseldorf

Düsseldorfs schönste Ecken lassen sich wunderbar innerhalb eines Tages erkunden. Zwar lassen die öffentlichen Verkehrsmittel in Punkto Barrierefreiheit leider zu wünschen übrig, aber Dank seiner geringen Größe lässt sich die Stadt auch weitestgehend ohne Fahrschein erkunden.

Wie lange?

Einen Tag lang, sie kann aber auch in Teilen genutzt werden.

Für wen?

Für neugierige, junge und junggebliebene Leute, die gerne ein abwechslungsreiches Programm möchten und etwas Neues sehen wollen.

Wie teuer?

Wenige Euro Eintrittsgelder plus Verpflegung, ganz nach persönlichem Budget. Teuer können allenfalls spontane Shopping-Aktionen werden.

Tourverlauf

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Start: U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee

Eine der wenigen Stationen, die mit Aufzügen ausgestattet sind. Vom Hauptbahnhof gelangt man ohne Probleme mit den Linien U78 und U79 hierher und befindet sich mitten in der schönen Altstadt. Die Fahrt dauert nur drei Minuten, das Ticket kostet für einen Erwachsenen 1,60 Euro.

Die Station liegt direkt in der Altstadt – nur wenige Fußmeter Richtung Westen trennen euch vom ersten Ziel.

1. Altstadtbummel, Teil 1

Von der U-Bahnstation Heinrich-Heine-Allee geht es direkt in die Düsseldorfer Altstadt. Die vielen alten Fachwerkhäuser bieten jede Menge Möglichkeiten zum shoppen und genießen. Wer es traditionell mag, der wird in der Uerige Hausbrauerei in der Berger Straße 1 fündig. Zum frisch gebrauten Altbier werden herzhafte Spezialitäten gereicht. Doch auch wer es gerne etwas leichter und weniger fleischlastig hat, wird in einem der umliegenden Cafés und Restaurants sicher schnell fündig.

Am westlichen Ende der Altstadt gelangt man an den Rhein, das Ufer ist über Rampen direkt erreichbar. Die Uferpromenade lädt zum Spazieren in beide Richtungen ein.

2a. Rheinpromenade Richtung Süden

In südlicher Richtung liegen die Gehry-Bauten (Neuer Zollhof 1–3), ein nicht nur für Architekturfans sehenswerter skulpturartiger Gebäudekomplex.

2a. Rheinpromenade Richtung Norden

Richtung Norden gelangt man zum Burgplatz, von wo aus man einen schönen Blick auf das Wasser genießen kann. Von der einst hier stehenden mächtigen Burganlage der Grafen von Berg ist heute nur noch ein Flankierturm übrig, der an eine barocke Schlossanlage erinnert. Wer nicht so viel laufen möchte, kann von hier aus eine Panoramafahrt mit einem Schiff der KD-Flotte machen. Die Schiffe sind barrierefrei erreichbar und besitzen Behinderten-WCs. Menschen mit Schwerbehinderung zahlen grundsätzlich den vollen Ticketpreis, allerdings lässt sich mit einem „B“ im Ausweis eine Begleitperson kostenfrei mitnehmen.

Vom Burgplatz aus geht es etwa 200 Meter die Mühlenstraße entlang.

3. Brasserie Stadthaus, Hotel De Medici, Mühlenstr. 31, Düsseldorf

Tipp für vom Spazieren bzw. Schiff fahren hungrig gewordene: ausgewählte und qualitative Speisen nach modern-französischer Art bietet die Brasserie Stadthaus im Hotel De Medici in der Mühlenstraße 31. Sie ist nur einen kurzen Fußweg vom Burgplatz entfernt, bietet auch Samstags Mittagstisch an und das Hotel besitzt im Erdgeschoss die wohl luxuriöseste Rollstuhltoilette der ganzen Stadt.

Wiederum zu Fuß geht es einige Meter weiter die Mühlenstraße entlang – und schon sind wir am nächsten Ziel!

4. K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Nur einen kurzen Fußweg entfernt von der Brasserie Stadthaus geht es weiter ins Museum K20 am Grabbeplatz. Es ist Teil der Kunstsammlung NRW und zeigt in der Dauerausstellung Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen aus der Kunst des 20. Jahrhunderts. Vertreten sind hier unter anderem Werke von Henri Matisse, Pablo Picasso, Andy Warhol und Gerhard Richter, aber auch Joseph Beuys darf hier als Sohn der Stadt selbstverständlich nicht fehlen. Das Museum ist dienstags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr und samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Tipp: Inhaber eines Schwerbehindertenausweises erhalten ermäßigten Eintritt und im Fall langer Warteschlangen vorgezogenen Einlass.

Nun weiter die Heinrich-Heine-Allee hinunter, an der U-Bahnstation links halten und anschließend wieder nach rechts schwenken in die Königsallee.

5. Königsallee, Düsseldorf

Für Kontrastprogramm nach so viel hoher Kunst sorgt ein Bummel über die berühmt-berüchtigte Königsallee. Auf der teuren Shoppingmeile finden sich nicht nur die Geschäfte der exklusivsten Modedesigner, auch normalsterbliche können hier hervorragend ihr Geld los werden. Den größten Spaß aber hat, wer sich in einem der anliegenden Cafés niederlässt und bei einem überteuerten Käffchen die vorbeiziehenden Leute und Autos beobachtet. Vor allem samstags zieht hier alles vorbei, was vielleicht nicht Rang und Namen, aber jede Menge Geld und keine Scheu das zu zeigen hat. Wer durch die Geschäfte bummeln möchte: Die allermeisten der hier zu findenden Läden sind problemlos barrierefrei erreichbar.

Richtung Osten geht es über die Bahnstraße und die Oststraße rund einen Kilometer weiter. Zu Fuß, natürlich – denn wir sind auf dem Weg zur Nahrungsaufnahme.

6. Klein-Japan

Vom überschwänglichen Luxus der „Kö“ lediglich einen knappen Kilometer Fußweg entfernt, taucht man in der Gegend um die Immermannstraße in eine andere Welt ein. Hier ist Düsseldorfs riesige japanische Community zuhause und lädt Besucher zum entdecken ein. Bei Dae Yang (Immermannstraße 21) erhält man japanische und andere asiatische Lebensmittel. Vom Fisch in Sushi-Qualität über nie gesehene, grellbunte Süßigkeiten bis zu Reiskochern und Geschirr reicht das Sortiment. Nur einen Katzensprung entfernt bietet Kyoto Japan Art Deco (Immermannstraße 26) hochwertige authentische Produkte aus Japan.

Von soviel Nippon-Shopping hungrig geworden, bietet die Gegend fantastische Möglichkeiten, dagegen etwas zu tun. Lecker und bezahlbar stechen hier vor allem die Nudelsuppen bzw. Ramen von Takumi (Immermannstraße 28) oder das Sushi bei Naniwa (Klosterstraße 68a) hervor. Leckerer, aber auch etwas teurer ist das Kikaku. Großartiges Sushi in authentisch japanischer Atmosphäre.

Weitere Ressourcen für Menschen mit Behinderungen über Düsseldorf

  • Informationen zur Zugänglichkeit von Orten in Düsseldorf gibt die Wheelmap
  • Zu öffentlichen Verkehrsmitteln, weiteren Ausflugszielen, rollstuhlgerechten Unterkünften, Notdiensten, Feriendialyse und vielem mehr finden sich Informationen auf der Travelable Infoseite Düsseldorf
Wheelmap.org | Barrierefreie Orte im Umkreis der Tagestour in Düsseldorf.
Über die Autorin:
Laura Gehlhaar hat in Düsseldorf das Licht der Welt erblickt, zunächst Laufen und später das Rollstuhlfahren gelernt. Mittlerweile wohnt sie in Berlin und schreibt auf ihrem Blog und in ihrem ersten Buch über den Alltag in der Großstadt und die Inklusion in der Gesellschaft.
Nach Düsseldorf zieht es sie regelmäßig wegen der ungeahnten Vielfalt an Restaurants, dem menschlichen Skulpturenpark auf der Kö und nicht zuletzt der Kochkünste ihres Stiefpapas.
Nicht unbedingt ortsgebunden kann man ihren Blog über das Großstadtleben (meistens dann Berlin) und das Rollstuhlfahren, sowie ihr erfolgreiches Buch „Kann man da noch was machen?“ lesen.
Foto: Andi Weiland

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