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Rollstuhlgerechte Tagestour durch

München

Man kann in München mehrere Jahresurlaube damit verbringen, Kirchen, Museen und sonstige Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Reiseführer dafür gibt es mehr als genug. Man kann aber in München auch ziemlich hervorragend essen. Und dafür gibt es diesen Reiseführer. Ein Tag, ein Ziel: So viel Leckeres, dass selbst das schlechte Gewissen glücklich und satt ist.
Foto: Nagy / Presseamt München

Wie lange?

Wie lange?

Einen Tag lang, sie kann aber auch in einzelnen Etappen genutzt werden.

Für wen?

Für wen?

Für Leckermäuler, die sich gerne den Bauch mit traditionellen bayerischen Spezialitäten und anderen kulinarischen Highlights vollschlagen möchten.

Wie teuer?

Wie teuer?

Abhängig vom persönlichen Geschmack und Konsum in den einzelnen Lokalitäten, dazu gegebenenfalls ein Ticket für den MVV.

Tourverlauf

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Ihr startet am Münchener Hauptbahnhof

Die gute Nachricht gleich zu Anfang: Die riesige Halle des Kopfbahnhofs ist im Erdgeschoss komplett ebenerdig. Ein Fest schon bei der Ankunft, vor allem für leidgeprüfte Aufzugfahrer*innen des Berliner Hauptbahnhofs.

Ähnlich den meisten größeren Bahnhöfen ist die Gegend um sie herum auch hier nicht die sehenswerteste. Aber dank der zentralen Lage gelangt man schnell in schönere Ecken. Im Untergeschoss (per Aufzug zu erreichen) befinden sich übrigens einige der wenigen, auch spät abends und an Sonntagen geöffneten Lebensmittelgeschäfte.

Hinweis zum ÖPNV: Hier liegen Netzpläne mit Infos zur Barrierefreiheit aller S- und U-Bahnhöfe als PDF. Ticketpreise, Ringe und Tarife sind leider ein Dschungel, in dem sich selbst die Ureinwohner immer wieder verlaufen. Abhilfe schaffen entweder die MVV-App für Android/iOS/Windows Phone, oder gleich ein Tagesticket für den ›Innenraum‹ bzw. die Ringe 1–4. Kostenpunkt derzeit: 6,60 Euro.

Nur eine U-Bahnstation vom Hauptbahnhof entfernt liegt das Sendlinger Tor (U1, U2, U7). Bei gutem Wetter sind die 1,5 Kilometer dorthin auch schnell oberirdisch zurückgelegt. Dafür einfach die Bayerstraße Richtung Karlsplatz entlang und dort nach rechts. Die Sonnenstraße führt zum Sendlinger Tor.

1. Glockenbach- & Gärtnerplatzviertel

Wer einmal in die Tourist*innenströme der Innenstadt gerät, findet so schnell nicht mehr heraus. Deutlich entspannter und frei von Klischee-Souvenirbuden ist es im Glockenbach. In den Straßen des Viertels muss man zu keiner Tages- und Nachtzeit verhungern. Zum Frühstück bietet sich die Loretta Bar in der Müllerstraße 30 an. Hippes Pflaster und Publikum! Im Jack Glockenbach (Thalkirchner Straße 3) serviert man wahlweise authentisch vietnamesisches Mittag- oder Abendessen. Für den Mitternachtssnack in Form von einer anständigen Currywurst mit Pommes bietet sich der Bergwolf an. Fraunhofer Straße 17. Ketchup UND Mayo nicht vergessen.

Am besten, man arbeitet sich einfach Schritt für Schritt in Richtung Gärtnerplatz durch. Schöne Geschäfte, in denen Fans von Design, Shopping, Food und Anglizismen auf ihre Kosten kommen, sind included.

Vom Gärtnerplatz geht es 450 Meter geradeaus durch die Reichenbachstraße auf den Viktualienmarkt.

2. Viktualienmarkt

Ein ständiger Lebensmittelmarkt auf einer Fläche von zwei Hektar, vollgestellt mit über 100 Buden, inklusive Biergarten und außer an Sonn- und Feiertagen täglich geöffnet? Ja, bitte.

Hier findet sich eine Übersicht zu allen Händler*innen, aber Leute gucken und leckere Kleinigkeiten probieren geht immer. Um die Mittagszeit ist die beste Zeit dafür, dann haben die allermeisten Stände geöffnet. Falsch machen kann man hier eigentlich nichts, aber besonders richtig macht man es mit den ungarischen Spezialitäten des Paprika Hauses, dem ultimativen Obst und Gemüse vom Trübenecker oder einem der frischen Brote aus der Hofpfisterei. Italienisches vom allerfeinsten bekommt man in der nahe gelegenen Casa Italia (Westenriedstraße 10). Der Kaffee ist gut, aber der Parmesan ist unvergleichlich. Da es zu diesem Zeitpunkt der Tour relevant sein könnte: Das Eataly in der Schrannenhalle am Viktualienmarkt 15 bietet im Untergeschoss barrierefreie Toiletten.

Vom Marktplatz geht es 350 Meter in nördlicher Richtung die Heiliggeiststraße entlang. Sie mündet in der Straße Tal. Nach rechts abgebogen, liegt das Haus mit der Nummer sieben an der Ecke Tal/Maderbräustraße.

3. Schneider Bräuhaus

So langsam wird es mal Zeit für das erste Bierchen. Im Schneider Bräuhaus wird die bayrische Braukunst gepflegt. Aus 8 Hähnen bzw. Taps fließen hier frische Weißbierspezialitäten, wobei Tap 5 und 7 besonders erwähnenswert sind.

Sollte nach der langen Tour hierher irgendwer hungrig sein, hier werden ab 11 Uhr alle Münchner Klassiker in hervorragender Qualität serviert, inklusive der zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Kronfleischküche. Achtung: Weißwürste gibt es hier tatsächlich noch nur bis 12 Uhr.

Der Verdauunsspaziergang ins Museumsviertel ist ca. 1,5 Kilometer lang und führt in Richtung Marienplatz. Von dort der Dienerstraße (wird zur Residenzstraße) nach Norden bis zum Odeonsplatz folgen. Nach links geht es in die Brienner Straße bis zum Karolinenplatz. Die Barer Straße geht nach rechts ab. Die alte und neue Pinakothek liegen an der Hausnummer 27 bzw. 29, die Pinakothek der Moderne ist in der Nummer 40 untergebracht.

Wer möchte, kann auch vom Marienplatz mit der U3/U6 eine Station zum Odeonsplatz fahren.

4. Kunstareal & Maxvorstadt

In der Maxvorstadt liegt Münchens Museumsviertel. Wörtlich einen Steinwurf voneinander entfernt befinden sich hier die Alte, Neue und die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst, die Glyptothek und die Staatliche Graphische Sammlung. Unter anderem. Hier sind alle Häuser, aktuelle Ausstellungen, Veranstaltungen und Informationen zur jeweiligen Barrierefreiheit zentral zusammengefasst. Die Vorlieben und Zeitpläne sind ja bekanntlich verschieden, aber hier sollte wirklich für alle Geschmäcker gesorgt sein.

À propros Geschmäcker. Wo man schonmal hier ist, kann man auch gleich das Abendessen einschieben. In die neue Pinakothek integriert ist das gediegene Fischrestaurant Hunsinger. Alternativ bietet die Gyoza Bar in der Augustenstraße 47 ein paar hundert Meter weiter japanische und chinesische Teigtaschen. Auf jeden Fall machen beide Adressen das kulinarische Tagesprogramm komplett.

Weitere Ressourcen für Menschen mit Behinderungen über München

  • Informationen zur Zugänglichkeit von Orten in München gibt die Wheelmap
  • Zu öffentlichen Verkehrsmitteln, weiteren Ausflugszielen, rollstuhlgerechten Unterkünften, Notdiensten, Feriendialyse und vielem mehr finden sich Informationen der Travelable Infoseite München

 

Wheelmap.org | Rollstuhlgerechte Orte in München

Über den Autoren

Patrick Ossen gelangte über die Stationen Chicago, München, Essen, Hamburg, Rotterdam und New York nach Berlin. Studienabschlüsse in Grafikdesign, Europäischer Ethnologie und Amerikanistik prägen sowohl seine Arbeit als Texter und Konzeptioner, als auch den Blick auf die bereisten Orte. Bei der Wahl des Ziels ist die jeweilige Küche ausschlaggebend. So sind für dieses Jahr Reisen nach Le Banon, Khachapuri Adjaruli, Arancine und zu den Reibekuchen seiner Mama geplant.

Foto: Andi Weiland | andiweiland.de

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